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Über mich

Mein Hauptbeweggrund, warum ich dieses Archiv ins Leben gerufen habe, liegt darin, Alan Bangs bei seiner Arbeit zu unterstützen. Dabei lege ich auf eine fundierte Recherche besonderen Wert. Die Interessen von Alan Bangs als Menschen haben für mich stets oberste Priorität. Ausdrücklich distanziere ich mich von Klatsch- und Tratschgeschichten. Privates sollte stets privat bleiben.

Wenn es für mich so was wie ein Vorbild geben sollte, dann wäre das mit Sicherheit Alan Bangs, dessen Sendung «Night Flight» ich in den 80er Jahren auf BFBS sehr gerne gehört habe, weil er in der Lage war, über einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden Musik wie einen akustischen Film zu arrangieren und auch großartige legendäre Specials gemacht hat, wie z.B. mit «Scott Walker», «David Sylvian», «David Knopfler», «Holger Czukay» etc. oder «John Cale», der damals auch live im Studio gespielt hat, weil der BFBS in Köln in der formidablen Lage war, ein Piano im Studio zu haben. Ich erstelle alles in mühseliger Kleinarbeit selber, weil ich diese Sendungen liebe und ich diese Seite nach meinen Vorstellungen betreibe. Ich halte mich da an Alan Bangs der sagt:

«Die denken alle, dass ich schwierig bin. Bin ich auch, aber nur, weil ich mir nicht gerne reinreden lasse.»

Man sagt, auch ich sei schwierig … .

Welches Zitat mir noch sehr, sehr gut gefällt ist:

«…hier war ich endlich auf etwas gestoßen, was auch ich auf die Beine bringen konnte, auf etwas, was ich vielleicht besser konnte, als irgendjemand vor mir. Das hört sich vielleicht ziemlich arrogant an, aber wenn man darüber nachdenkt, dann ist solche Arroganz nur der Ausdruck eines unerschütterlichen Glaubens, eines nicht zu leugnenden Selbstbewußtseins auf einer bestimmten Ebene, egal wie trivial diese einem Außenstehenden erscheinen mag. Es gibt Sachen, die sollte man nur anpacken, wenn man fest davon überzeugt ist, dass man sie besser machen kann als jeder andere. Vor allem, wenn man trotz dieser Gewißheit noch an seinem eigenen Verstand zweifeln oder über seine Arroganz lachen kann …»

Digitale Archivspeicherung
Ziel ist es, zusammen mit einigen anderen Enthusiasten zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes von Alan Bangs möglichst viele historische Tonzeugnisse in die digitale Welt zu kopieren und so vor dem endgültigen Verfall zu retten!
Die digitalisierten Daten landen schließlich im zentralen Massenspeicher mit einigen Terabyte Kapazität. Sie sollen dort datenbankmäßig schnell auffindbar sein; deshalb werden sie mit Metadaten versehen und in einen «Container» – Broadcast Wave File (BWF) – verpackt. Damit sie bei Bedarf kopiert und weitergegeben werden können, sind sie nicht komprimiert, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Sie werden deshalb in genügender Auflösung unkomprimiert ins Format AIFF überspielt (32 bit • 1,536,000 kbp/s • 48 kHz-Auflösung). Ein MP3-Stück mit einer Datenrate von 128 kbp/s beispielsweise hat nach ca. 5-maligem Bearbeiten bereits einen gut hörbaren Qualitätsverlust.
Die heutigen Daten der Radiosendungen («Nachtsession» und «Night Flight» bei DRadio Wissen) werden im MPEG-1-Layer-2-Format (Datenrate 256 kbp/s) gespeichert, was ein 10-maliges Bearbeiten ohne hörbaren Verlust erlaubt. Alte Tondokumente müssen dabei relativ mühsam in einem Karteisystem gesucht werden, neuere sind bereits in der digitalen Datenbank gespeichert und können alle vom Rechner aus gesucht und sofort verwendet werden.